«Die weisse Arche»

Weitere Infos siehe: www.die-weisse-arche.ch

Früher oder später muss jeder an eine Beerdigung. Es sind nicht die angenehmsten Fragen, die dann auftauchen. Wann bin ich dran? Wie werde ich einmal sterben?

Der Film stellt sich diesen Fragen. Wer sie zulässt, erfährt Antworten, die vielfältiger sind, Horizonte, die sich weiten. Der Film beschäftigt sich mit Spiritualität, mit Sionn- und Wertfragen. Er thematisiert die begrenzte menschliche Erkenntnisfähigkeit und versucht, bis an deren Grenzen zu gehen.

Kinostart: Februar 2016

Innerschweizer Filmpreis der Albert Koechlin Stiftung: März 2017

«Arme Seelen»

Weitere Infos siehe: www.arme-seelen.ch

Der Filmemacher reist in das mysteriöse Land der Armen Seelen: In ländlichen Gebieten der Innerschweiz besucht er Zeuginnen und Zeugen, die von rätselhaften Wahrnehmungen aus dem Jenseits erzählen, von Freveltaten längst Verstorbener, die gesühnt werden müssen. Der Film recherchiert verschüttete Zeichen der Alpmagie und erinnert an unsere eigenen Mythen, Totengeister und Ur-Bilder, sucht nach Wegen der Selbsterkenntnis, die sich in und unter den Schichten jahrhundertelanger Kulturablagerungen offenbaren können.

Kinostart: Januar 2011

Schweizer Premiere: Solothurner Filmtage, Januar 2011

Internationale Premiere: DOK Leipzig, Herbst 2011

«Gramper und Bosse – Bahngeschichten»

Mein Vater hat 44 Jahre lang als Gramper bei der Eisenbahn gearbeitet. Meine Mutter hat als Rottenköchin für eine Gruppe von Eisenbahnarbeitern gekocht. Die einstige Arbeitswelt meines Vaters gibt es nicht mehr. Das Eisenbahnwesen wurde umstrukturiert und automatisiert. Die klassische Eisenbahnermentalität ist bald ausgestorben. Meine Eltern reisen dorthin zurück, wo sie einst gearbeitet haben. Unterwegs erinnern sie sich nicht nur an alte Zeiten, sondern begegnen heutigen Eisenbahnern, deren Arbeitswelten sich total verändert haben: Wer überleben will, muss sich der neuen Zeit anpassen.

Schweizer Premiere: Januar 2005, Solothurner Filmtage

Internationale Premiere: Visions du Réel, April 2005

Kinostart: Frühling 2005

Grenzgänge.

Eine filmische Recherche zum Sonderbundskrieg 1847

Realisiert zusammen mit Louis Naef

Die filmische Recherche durchleuchtet die entscheidende Phase des Sonderbundskrieges im Oktober und November 1847. Geschehen und Gedankenwelt von damals werden vorab aus der Sicht des Luzerner Hinterlandes und anhand biografischer Fragmente nachgezeichnet. Im Zentrum stehen die leidenschaftlichen Auseinandersetzungen um Bewahren oder Erneuern. Es ging damals – wie heute – um die Angst vor dem Fremden, um Öffnung oder Einigelung. «Grenzgänge» lässt Menschen von heute, die eine persönliche oder politische Beziehung zum Sonderbund haben, mit der Vergangenheit in einen Dialog treten. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Spiel- und Dokumentarfilmszenen prägt den Film.

Kinostart: November 1998

Solothurner Filmtage: Januar 1999

Bruder Klaus

Als Kind erhielt ich ein Heiligenbildchen von Bruder Klaus. Sorgfältig bewahrte ich es auf. Mein erstes Bild von Bruder Klaus – kitschig und entrückt. Doch wer war er wirklich?

Ein filmisches Mosaik über einen Mann, den man als Politiker nicht ernst genommen hat, der erst als einfacher Eremit in die politischen Angelegenheiten eingreifen konnte. Ein Film über einen Visionär, der einfach sein leben gelebt hat, den die Herren später zum wehrhaften Landesvater umgekrempelt, die Kleriker in den Käfig der Heiligkeit eingesperrt und die Scheinheiligen zur Devotionalie verharmlost haben.

Premiere und Kinostart: Dezember 1991

Solothurner Filmtage 1992

Rothenthurm – Bei uns regiert noch das Volk

Der Film widmet sich den Ereignissen um den projektierten Waffenplatz, gegen den sich die Bevölkerung seit über zehn Jahren mit Ausdauer wehrt. Ihr Widerstand richtet sich gegen die Zerstörung eines Hochmoors, das zu den schönsten Europas zählt. Die Beharrlichkeit der Rothenthurmer hat mittlerweile zu einem staatlichen Enteignungsverfahren geführt. Viele sehen darin das Ende der Demokratie, andere verfechten einen Waffenplatz um jeden Preis.

Der Film vermittelt auf vier Ebenen ein Gesamtbild der Konflikte ums Vorhaben des Eidg. Militärdepartements (EMD), ein Stimmungsbild aus Rothenthurm nach einem kämpferischen, zermürbenden Jahrzehnt. Im Wechsel der Jahreszeiten führt der Film eine selten schöne Landschaft vor, und parallel dazu schildert er das Tagwerk von Adolf Besmer. Besmer ist der einzige Landwirt, der, wird das Projekt realisiert, noch von seinem Hof im «Nesseli» weichen müsste. Dazwischen ruhige, betrachtende Filmbilder aus dem Dorf und von verschiedenen öffentlichen Auseinandersetzungen: Zahlreiche Betroffene kommen zu Wort. Frei von Polemik, nimmt der Film trotzdem Partei – Demokratie konkret!

Kinotournee und Parallelvorführungen 1984-1985

Solothurner Filmtage 1985

Weitere Filme: